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about Kevin
The Movieline Interview || von Jen Yamato || 28.9.2011
Fantastic Fest: Kevin Sorbo im 3D-Film mit der verdrehten JuliaX, über christliche Filme und Hollywoods Snobismus
Julia X
Fans des Genres kennen Sorbo schon aus seiner langandauernden Arbeitsperiode in Hercules: The Legendary Journeys und Andromeda, zwei Shows, für die er internationalen Starruhm auf dem kleinen Bildschirm erworben hat, und in den letzten Jahren eroberte der frühere Hercules/Dylan Hunt einen neuen Markt, indem er christliche Streifen zu seinem Lebenslauf hinzufügte. Aber sind die Zuschauer - um nicht die Fans seiner auf dem Glauben basierenden Arbeit zu erwähnen - bereit, Sorbo als den ultra-gewalttätigen, masochistischen frauenjagenden Soziopathen zu erleben, den er in P.J. Pettiettes Horrorsatire Julia X 3D spielt?
Sorbo spielt in dem Beitrag Julia X 3D des Fantastic Fest den Fremden, einen höflichen Serienkiller, der sadistisches Vergnügen daran hat, junge, alleinstehende Frauen, die er über das Internet findet, zu entführen und zu töten, während er auf seinem iPod den beruhigenden Melodien der Carpenters lauscht. Als er sein neuestes Opfer nach Hause bringt, eine Blondine namens Julia (Valeria Azlynn), die er mit der Signatur X brandmarkt - der nächsten in seiner Serie von alphabetisch markierten "Freundinnen" - entdeckt er, dass sie nicht ganz wie seine anderen Eroberungen ist. Und so beginnt ihre verdrehte, komische Liebesgeschichte.
Movieline sprach mit Sorbo in Austin, Texas, nach einer Vorführung von JuliaX auf einem Fantastic Fest über die Freuden, solch einen verbogenen, düsteren Charakter zu spielen, wie er die Rolle ausbalanciert mit seinem Ansturm auf Filme, die auf dem Glauben basieren, warum Hercules: The Legendary Journeys niemals den Respekt erhielt, den es von Hollywoods Mainstream verdiente, wie Hollywood "eine Hure" ist und snobistisch obemdrein, und wie einmal eine verpatzte Zeile aus Hercules zu einer YouTube-Sensation wurde
("Disappointed!") (Anm. d. Übers.: "Enttäuscht!").
P.J. Pettiette schickte der Einführung eine Warnung an die Zuschauer voraus, dass JuliaX einige Akzentverschiebungen enthält, die sie vielleicht nicht erwarten. Wie viele Bedenken hatte er, dass die Zuschauer nicht mit dem Film mitgehen würden?
Kevin Sorbo: Ich denke, die Leute kommen in Filme wie diesen mit Vermutungen. Sie sagen, 'Oh - dies wird ein Schlitzer-Film, oder ein Horrorfilm', so denke ich, dies ist so etwas wie eine Seite aus Scary Movie . Es gibt eine Menge komischer Dinge, es ist wie eine sehr seltsame Liebesgeschichte.
Es ist ziemlich verdreht. Und manchmal ganz überraschend romantisch.
Sorbo: [Die Charactere] sind beide so kaputt, und sie erkennen beide, dass sie ihre Seelenverwandten gefunden haben.
Ich werde hierüber in verschwommenen Begriffen sprechen, damit ich den Lesern keine Spoiler biete…
Sorbo: Das ist richtig, du willst die Wendung nicht zuschanden machen, durch die die Leute auf halbem Wege gehen [bearbeitet]! Ich denke, es genügt zu sagen, dass es eine seltsame Liebesgeschichte ist.
Als JuliaX zuerst auftauchte, hast du da nach Material gesucht, das eine signifikante Abkehr von den Projekten darstellte, für die du bekannt bist?
Sorbo: Wahrscheinlich nicht. Ich suchte nach etwas anderem, und bestimmt danach, einen bösen Jungen zu spielen. Es gab genug Leute, die kamen und mich fragten und über andere Drehbücher sprachen. Aber als dies kam, sagte ich, yeah, das ist interessant für mich. Ich bin selbst kein großer Fan von Friday the 13th und solchen Sachen, ich muss Schlitzer-Filme wie diesen nicht sehen. Ich habe Scary Movie genossen wegen des Humors vom David Zucker-Typ - Airplane, Naked Gun, was auch immer. Ich liebe diese Art von Humor. So hatte dies eine Menge interessanter Stellen. Es gibt eine Zeile aus When Harry Met Sally, als sie den Orgasmus vortäuscht und Reiners Mutter, die auch in der Szene ist, sagt, 'Ich will haben, was sie hat.' Diese Zeile ist für mich [in Julia X], wenn sie weggeht und ich sage, 'Bitte lass sie weitermachen.' [Lacht] Das erinnerte mich an diesen Film.
Meinst du, dass deine Fans, insbesondere die von Hercules and Andromeda, überrascht sein werden von den Dingen, die sie dich in JuliaX tun sehen werden, und von den Extremen, in denen sich dieser Film bewegt?
Sorbo: Weißt du, ich war gerade in der letzten Woche in Spanien zum Filmfestival dort, und viele Fans aus ganz Europa kamen dort runter. Sie hatten den Film schon gesehen - ich denke, es war in Deutschland oder so. Sie sagten, sie seien so von den Füßen gerissen und so ängstlich, aber zur gleichen Zeit so dazu hingezogen. Es war eine wirklich gute Resonanz.
Es ist wunderbar pervers, dich diese verdrehten Schattierungen spielen zu sehen, selbst über die Tatsache hinaus, dass dein Charakter ein Killer ist. War es hart, diese Tonart zu treffen?
Sorbo: Hercules hatte eine Menge Humor darin, und ich mag sarkastischen Humor. Vielleicht ist das so, weil ich ein Fan von Lettermann bin, ich weiß nicht. Ich bin auch in einer Familie mit vier Jungen aufgewachsen, so dass solche Sachen immer bei uns gab, wettkampfmäßig. So habe ich mich damit identifiziert. Ich habe viel Sitcom-Arbeit gemacht, und ich hatte tatsächlich meine eigene Pilotsendung für ABC. Ich habe das behagliche Gefühl, das richtioge Timing für Dinge zu finden.
Was es hier sogar noch riskanter macht, ist das Element der Gewalt, insbesondere, wenn es extreme Gewalt ist, die weiblichen Körpern angetan wird. Es ist oft hart, dies in Horrorfilmen anzusehen.
Sorbo: Yeah, aber sie haben weibliche Charaktere gemacht, die tatsächlich sehr stark waren. Und jemand hat im Publikum erwähnt, dass sie in Horrorfilmen oft stolpern, sie können das Auto nicht finden, können den Schlüssel nicht finden, diese Frauen sehen immer so hilflos aus. Dies sind keine hilflosen Frauen. Sie sind ziemlich zähe Frauen, in ihrem eigenen Recht.
Das ist die erste große Überraschung in dem Film.
Sorbo: Keine Frage. Weil du es nicht wirklich vor dem zweiten Mal weißt, als sie entkommt und durch das Fenster hechtet, dann erkennst du, das etwas an dieser Frau ist, das nicht ganz so ist wie sonst. Weil sie ursprünglich tatsächlich als sehr hilflos rüberkommt, wenn ich sie herumwerfe und brandmarke und sie herumfummelt. Dann zeigt sie ihr wahres Gesicht.
Siehst du das als eine neue Art Serienkiller-Bösewicht im Horrorlexikon an?
Sorbo: Yeah! Wegen des humoristischen Elements darin. Aber die Sache ist, er ist sehr gewalttätig. Er ist sehr furchterregend. Er geht von einem Extrem ins andere, an diesem Burschen gibt es einen Nord- und einen Südpol, und du weißt nicht, wo er sein wird. Als er sie quer durch das Haus schlägt und sie hinsetzt und sagt, "ich denke, wir haben eine großartige Zeit, stimmt's? Dies ist eine großartige Verabredung!' Ich habe am allerletzten Ende nicht die Reaktion vom Publikum gehört, die ich dachte zu hören. Es war interessant; es war eine Art Traurigkeit im Publikum…
Welches war beim Drehen die schwierigste Szene?
Sorbo: Wahrscheinlich kurz vor dem Ende, wenn ich Alicia [Leigh Willis] auf meinem Rücken habe und ich sie gegen die Wände werfe. Wir hatten bestimmte Stellen, die wir treffen mussten, weil es dort an den richtigen Stellen Bruchzonen gab, wir mussten sicherstellen, dass wir sie an der richtigen Stelle trafen. Ich weiß nicht, ob sie eine Method-Schauspielerin*) ist, aber sie kommt so rüber, sie geht da wirklich hinein. Ich komme von der Meisner-Technik *) her - sie vielleicht auch, aber sie gibt sich wirklich hin, was großartig war. Obendrein ist sie sexy wie die Hölle. Ich kann mich nicht erinnern, wie viele Frauen um mich herum Kommentare zu ihren Beinen abgaben. Aber meine Lieblingsszene, offen gesprochen, ist meine Szene mit Joel [David Moore], als ich zum ersten Mal mit ihm spreche. Es ist, als ob er 'Heilige Sch…!' sagt.
Das ist eine lustige Szene; ihr zwei seid wie Charaktere von zwei verschiedenen Filmen, die dieselbe Szene teilen und auf zwei verschiedenen Leveln über die Situation sprechen.
Sorbo: So war's, weil er keine Ahnung hatte. Ich habe Joel seit Jahren gekannt, er ist ein guter Freund, aber dies war das einzige Mal, dass wir zusammen gearbeitet haben.
Warst du maßgeblich daran beteiligt, ihn an Bord zu bringen?
Sorbo: Nein! Sie sagten mir, dass sie ihn hätten, und es war einfach so wie bumm! Ich denke, dass er zu der Zeit, als er die Rolle bekam, keine Ahnung hatte, dass ich den Fremden spielen würde.
Nun, ich bin Christ, aber ich bin auch Schauspieler.
Wie siehst du Julia X in Beziehung zu deiner größeren Karriere, besonders Seite an Seite mit deinen auf dem Glauben basierenden Filmen?
Sorbo: [Lacht] Sie sind etwas anders. Nun, ich bin Christ, aber ich bin auch Schauspieler. So gibt es Leute, die meinen Charakter mögen. Es gibt bestimmte Charaktere, die ich aus Prinzip nicht spielen würde, aber dieser Charakter - ich mag die Biegungen und Verdrehungen in ihm und habe einfach gesagt, yeah, ich mache das. Aber bei What If…, und da ist noch ein anderer mit dem Namen Abel's Field, und ich habe noch einen in diesem Jahr mit dem Namen Persecuted, und ich denke, wir haben James Woods, was sehr cool wäre…Ich mische das gern. Ich habe drei TV-Serien verkauft, zwei an SciFi und eine an Sony. Also bin ich hoffentlich bald wieder auf einer regelmäßigen Basis im Fernsehen, ich möchte irgendwie in diesen Fernsehmodus zurück. Also werden wir sehen.
Du bist bekannt für eine Anzahl von SciFi- und Fantasy-Objekten - ist das ein kreativer Raum, in dem du das Arbeiten besonders genießt, oder suchst du nach anderen Arten von Projekten?
Sorbo: In den letzten fünf oder sechs Jahren habe ich eine Menge vermischt, aber ich habe kein Problem damit, mit Hercules oder Captain Dylan Hunt aus Andromeda identifiziert zu werden. Von 1993 bis 2005 war ich sehr schwer beschäftigt, und jeder Schauspieler ist dankbar dafür, das zu haben. Zwei Serien, die sich so gut machten, die brachten zusammen 250 Fernsehstunden - ich denke, viele Schauspieler würden es lieben, diesen Lebenslauf zu haben, so habe ich viel Glück gehabt. Beide Shows laufen noch in etwa 100 Ländern rund um die Welt.
Du wirst so stark in Verbindung gebracht mit diesen Charakteren, insb esondere mit Hercules - hast du das Gefühl, dass das jemals gegen dich arbeitet?
Sorbo: Ich glaube, jetzt nicht mehr. Die Leute sehen sich das immer noch an, und ich denke, die Öffentlichkeit ist offen dafür, mich in verschiedenen Sachen zu sehen, es sind nur bestimmte Bereiche in Hollywood. Es ist komisch, sie tragen alle Scheuklappen. Sie wissen alle, dass du Schauspieler bist, aber sie sehen dich nur auf eine Weise. Es ist wie, warte eine Minute - was, wenn ich eine andere Rolle spielen würde? Dann denken sie, dass du d a s bist. Hollywood ist auf viele Arten irgendwie dumm, und es gibt merkwürdige Leute, mit denen man umgehen muss. Die Studios sind eine seltsame Sache, es ist erstaunlich für mich, dass etwas zu Stande kommt, weil so viele Köche in der Küche sind und jeder Angst hat, eine Entscheidung zu treffen. Sie wollen ihre Jobs behalten, also passiert nichts.
Arbeitest du dann lieber außerhalb dieses Systems?
Sorbo: Ich würde lieber außerhalb arbeiten, aber, weißt du - wenn du dich im Netzwerk und Kabel engagieren willst, dann musst du wieder mit den Studios arbeiten. Ich habe keine Probleme mit Studios, es sind einige Leute, die in ihnen arbeiten, die die Dinge schwierig machen, weil ich denke, dass viele von ihnen einfach Angst haben, Entscheidungen zu treffen, wie ich schon sagte.
Du standest früher davor, Rollen zu spielen wie Superman und Mulder in X-Akte, vor deinen Hercules-Tagen.
Sorbo: Vor Hercules, yeah. Ich war in beiden Serien unter den letzten paar Jungs.
Wie anders, meinst du, wäre deine Karriere gewesen, wenn du stattdessen diese Shows gemacht hättest?
Sorbo: X-Akte könnte [meine Karriere verändert haben], weil es Mainstream und in einem Netzwerk war. Hollywood hat einigen Snobismus gegenüber zum ersten Mal aufgeführten Shows der vereinigten Netzwerke. Hercules lief für sieben Jahre, und Universal Studios wollte noch drei Jahre lang weitermachen, aber zu dieser Zeit war ich ziemlich ausgebrannt, arbeitete 100 Stunden in der Woche, hob zwei Stunden am Tag Gewichte, jeden Tag. Ich liebte Hercules, aber zu dieser Zeit hatte ich geheiratet, ich wollte irgendwie zurück in die Staaten. Ich lebte in Neuseeland, und nichts gegen Neuseeland, ich hatte dort sieben wunderbare Jahre und liebte es. Aber ich war bereit, etwas anderes zu tun. Man muss dieses Leute mit diesen verschiedenen Dingen manchmal bekämpfen. ..es ist seltsam, einerseits sind sie glücklich damit, dich auf diese Weise arbeiten zu lassen, aber andererseits möchten sie, dass du etwas anderes tust.
Aber wie ich sagte, mit dem Snobismus-Faktor - Hercules war eine zum ersten Mal laufende Show der vereinigten Netzwerke. Es wird die meistgesehene Show in der Welt, aber Hollywood kümmert sich sowieso nicht darum. Schön, sie wollen mich nicht als Schauspieler ansehen, damit habe ich kein Problem. Aber ich habe unserem DP gesagt, unseren Regisseuren, unseren Choreografen, unserer Kostümfrau Ngila Dickson, ich habe all diesen Leuten gesagt, 'ihr solltet Emmys und Golden Globes für die Show gewinnen, denn es ist eine fantastische Show.' Wir hatten zwei volle Einheiten, wir hatten zwischen 1993 und 2000 1,4 M Dollar pro Episode, was eine Menge Geld ist. Viele einstündige Fernsehshows machen das heute nicht. Wir waren in Neuseeland, bekamen doppelt so viel Geld. Trotzdem haben sie uns nie Aufmerksamkeit geschenkt. Diese ganze Mannschaft zog weiter, um beim Herrn der Ringe zu arbeiten, und tatsächlich gewannen sie alle Academy-Preise.
Was, denkst du, steckt hinter diesem Snobismus?
Sorbo: Die Netzwerke wollten das Kabel nicht in die Golden Globes und Emmys hineinbringen, aber sie mussten es schließlich tun, sie waren dazu gezwungen. Nun dominiert das Kabel. Aber sie wollten es nicht. Es ist eine reine Sache des Snobismus, keine Frage. Ich denke, es liegt nicht am Netzwerk. Die Politik von Hollywood ist die Politik von Hollywood. Man muss dies Spiel die ganze Zeit bekämpfen. Es wird frustrierend. Es ist merkwürdig; ich hatte für ABC eine Sitcom mit dem Namen Bobby Cannon gemacht. Es war eine Show, die mein Manager und ich entwickelt hatten, wir bekamen Barry Kemp dazu, sie zu schreiben, der hatte Coach gemacht, er machte Newhart, er machte Taxi . In allen Märkten, in denen sie die Pilotsendung testeten, waren wir die Nummer Eins, und sie nahmen uns nicht auf. Ich schwöre, es ist bizarr. Warum gibt man Geld aus, um das zu tun? Es läuft darauf hinaus, denke ich, dass sie anderen Leuten einen Gefallen tun müssen. Es ist seltsam, dass man nur eine Handvoll Leute hat, in jedem Netzwerk, die entscheiden, was die Welt zu sehen bekommt.
Gibt es einen Weg, diese Macht zurückzugewinnen, in der Auswahl, die du triffst?
Sorbo: Ha! Ich glaube nicht, dass irgendjemand das kann. Du kommst an einen Punkt, wo du es bekämpfen kannst, aber ich denke, es läuft darauf hinaus, dass alle fürchten, eine Entscheidung zu treffen. Ich saß in dem Raum, als wir fünf Frauen vorsprechen ließen, die in meiner Sitcom mir gegenüber spielen sollten, und ich erinnere mich daran, dass der Präsident von ABC zu dieser Zeit sagte, 'Uh, wissen Sie, ich mag keine von ihnen. Was denkt ihr Jungs?' Natürlich sagte niemand etwas! Ich stand auf und wählte zwei aus, ich sagte, 'Sie denken, dass Brooke Shields nicht gut war?' Ich dachte, sie war sehr gut gewesen, und wir hatten eine großartige Chemie zwischen uns. Es ist bizarr. Es ist einfach nur ein Spiel.
Etwas weniger Trauriges, es gibt ein berüchtigtes Video von dir, vom Set von Hercules, auf dem du sehr ernsthaft die Zeile bringst 'Enttäuscht!' Es scheint, als ob du eher die Anweisung liest als den Dialog.
Sorbo: [Lacht] Ich erinnere mich nicht daran! Es ist lustig, denn ich erinnere mich an jede Episode als Ganzes, aber ich sehe es noch einmal mit meinen Kindern, und ich sehe es an und sage, 'ich erinnere mich an die Episode, ich erinnere mich an den Handlungsstrang, ich weiß, dass ich es bin, der spricht - aber ich habe keine Erinnerung an diese Szene. 'Das bin ich, ich weiß, dass ich das bin! Ich weiß, dass ich das getan habe. Rufe ich aus, 'enttäuscht'?
Ja. 'Enttäuscht!' Es ist so wunderbar, weil du so viel Überzeugung hineinlegst.
Sorbo: Dann glaube ich, dass ich mich daran erinnere. [Lacht] Wir hatten viel Spaß auf diesem Set.
Ich habe mich auch gefragt, ob du in deinen Vertrag hineingeschrieben hast, dass du dein fabelhaftes Haar unversehrt lassen musst.
Sorbo: [Lacht] Nun, es hat während der Jahre unterschiedliche Längen gehabt! Ich meine, von Hercules zu Andromeda war es für fünf Jahre kürzer als jetzt. Aber ich lasse es jetzt auswachsen. Wahrscheinlich muss ich es für Persecution abschneiden, denn ich spiele einen Charaktertyp wie Billy Graham. Es ist ein sehr gutes Drehbuch.
Um auf deine auf dem Glauben basierende Arbeit zurückzukommen, was, denkst du, machte dieses Genre in den letzten Jahren so erfolgreich?
Sorbo: Ich denke, Blind Side hat auf eine Weise eine Tür dazu geöffnet. Ich würde Blind Side in diese Kategorie stellen.
Und da ist Kirk Cameron…
Sorbo: Fireproof? Weißt du, Fireproof schlug eine Seite an, was Ehe betrifft, es hatte eine Resonanz bei den Leuten. Sony kam an Bord und steckte großes Geld hinein. Ich denke, mein Film What If… ist ein wunderbarer Film, und wir hatten eine Abmachung ausgehandelt mit derselben Abteilung, die Fireproof herausgab, und etwas passierte mit den Produzenten, und wir machten es nicht. Wir machten uns selbst unabhängig auf, es blieb in den Kinosälen für etwa fünf Monate, bewegte sich von Stadt zu Stadt. Ich machte Radiointerviews in örtlichen Radiosendern. Aber ich denke, das ist ein Film, der so viel Beifall verdient, wie er hatte.
Es gibt immer noch eine große Kluft zwischen Filmen, die auf dem Glauben beruhen, und dem Mainstream-Publikum.
Sorbo: Nun, die Sache ist so: Ich denke, Hollywood ist eine Hure, sie werden alles machen, das Geld bringt. Vertrau mir, sie werden das. So gab es eine Menge Leute, die sagten, als ich Soul Surfer und What If…machte, 'wir brauchen mehr Filme wie diesen!' Und ich sagte, 'nun ja, dann müsst ihr sie unterstützen.' Hollywood wird alles tun, womit sie Geld machen können. Also, wenn diese christlichen Gruppen und Familiengruppen und blah, blah, blah, wenn sie mehr Filme haben wollen wie diesen, dann müssen sie sie unterstützen. Zeitweise.
*) Zu Method Acting und Meisner Acting siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Sanford_Meisner (Anm. d. Übers.)
Source: http://www.movieline.com
(übersetzt von Heidi Stolte)